Männer stellen sich bekanntlich gerne neuen Herausforderungen und sind in der Regel für jeden Nervenkitzel zu haben. Wer mal wieder ins Grübeln darüber gerät, was er dem besten Kumpel oder dem Freund zu Geburtstag schenken könnte, der sollte mal einen Bungee-Sprung ins Auge fassen. Ein wirklich einmaliges Geschenk, das den Beschenkten an die Grenzen der mentalen Belastbarkeit führen wird und damit eine einmalige Möglichkeit der Selbstüberwindung darstellt. Während wir in unserem langweiligen Berufs- und Lebensalltag kaum mehr Chancen finden über uns hinauszuwachsen, kann man(n) beim Bungee-Sprung tatsächlich noch bis an seine äußersten Grenzen gehen und diese erweitern.
Ein Erlebnisgeschenk also, das an Intensität kaum zu übertreffen ist. Ob bei strahlendem Sonnenschein oder bei strömenden Regen, wer mit dem Hubwerk langsam bis zu der Bungee-Plattform transportiert wird, der wird unempfindlich für äußere Einflüsse. Viel zu groß ist die Anspannung, das Blut pocht lautstark in den Adern, die Nerven sind zum Zerreißen gespannt und Adrenalin schießt durch den ganzen Körper. Innerhalb weniger Minuten baut sich eine unvergleichliche Spannung auf, die – oben angekommen – mit einem mal gelöst wird. Stürzt man sich von der 50 Meter hohen Plattform hinunter in die Tiefe und befindet sich im freien Fall, dann fällt plötzlich jedwede Anspannung von einem ab. Und mit der Anspannung lösen sich auch sämtliche Sorgen des Alltags, jedweder Stress und jegliche Hektik lösen sich in Luft auf und machen Platz für ein Sinneserlebnis, das seinesgleichen sucht. Ein Kick, der süchtig machen kann und der an Intensität kaum zu überbieten ist.
Auch, wenn ein Bungee-Sprung nicht gerade billig ist (mit etwa 150 Euro muss man rechnen), wird dieser ein Geschenk sein, das nie wieder vergessen wird. Da der Bungee-Sprung sowohl für den Körper als auch für den Geist eine nicht unbedeutende Belastung bedeutet, gibt es einige Kriterien, die erfüllt werden müssen, um einen solchen Sprung durchführen zu können:
- Alter: Das Mindestalter für einen Bungee-Sprung beträgt 16 Jahre. Wer zwischen 16 und 18 Jahren alt ist, darf den Sprung nur mit einer Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten durchführen. Ansonsten gibt es keine Altersbegrenzungen, lediglich die Gesundheit des Springers muss gewissen Ansprüchen entsprechen.
- Gesundheit: Sowohl körperlich als auch geistig müssen die Teilnehmer in der Lage sein einen Bungee-Sprung durchführen zu können. Das heißt es dürfen keinerlei körperliche Leiden wie Asthma, Bewegunseinschränkungen oder Augenprobleme vorliegen. Außerdem darf der Beschenkte nicht unter einer Angststörung oder unter sonst einer relevanten psychischen Beeinträchtigung leiden. Oft wird vom Veranstalter auch ein entsprechendes Attest vom Arzt verlangt. Um ein solches sollte man sich daher bereits im Vorfeld kümmern.
- Körpergewicht: Das Körpergewicht des Springers sollte nicht weniger als 50 Kilogramm und nicht mehr als 120 Kilogramm betragen. Nur dann ist ein sicherer Sprung auch wirklich gewährleistet.
Viele Veranstalter bieten neben dem normalen Sprung noch ein zusätzliches „Dip in“ an. Das bedeutet, dass der Kopf des Springers am Ende des Sprungs noch in Wasser (meistens von einem See) getaucht wird. Dieses Prozedere bietet sowohl Vor- als auch Nachteile und ist sicherlich nicht für jeden Springer geeignet. Im Folgenden daher einige Infos über das Dip in:
- Intensives Erlebnis: Das Dip in steigert die Intensität eines Bungee-Sprungs noch um eine Stufe. Das abschließende Eintauchen in kaltes Wasser sorgt für einen letzten großen Adrenalinstoß und gibt dem Körper damit noch einmal einen zusätzlichen Kick.
- Gefahren: Das Dip in am Ende eines Sprungs geht aber auch mit einer Reihe von Gefahren einher. Zwar wird man vor dem Eintauchen ins Wasser bedeutend abgebremst, ganz zu vernachlässigen ist die Verletzungsgefahr, die durch ein falsches Aufkommen entsteht, aber nicht. Zudem kann es in sehr seltenen Fällen durch den plötzlichen Wasserkontakt zu einem Schock kommen, in dessen Folge auch Wasser in die Lunge geraten kann. Da man sich nicht sofort nach dem Eintauchen wieder auf festem Boden befindet, ist dies ein weiteres Gefahrenmoment.
Man sollte sich also im Voraus gründlich überlegen, ob ein Dip in überhaupt gewünscht wird. Ansonsten ist mit einer Vorbereitungszeit von etwa 1-2 Stunden zu rechnen, in deren Rahmen dem Geburtstagskind eine ausführliche Einweisung gegeben wird. Bei extremen Wetterbedingungen ist es außerdem möglich, dass ein Sprung verschoben wird. Ein gewisses Maß an Flexibilität ist bei dem Geschenk „Bungee-Sprung“ daher unabdingbar. Nach einem absolvierten Sprung erhält man übrigens meist noch eine Urkunde, die einen immer an das einmalige Erlebnis erinnern soll. Natürlich ist diese auch beim späteren Prahlen vor seinen Freunden von Vorteil. Die Ausrüstung wird komplett vom Veranstalter gestellt. Am besten trägt man während des Sprungs bequeme Kleidung, die einen nicht in der Bewegung einschränkt. Zudem sollten Schuhe mit freiem Knöchel getragen werden. Für Paare ist übrigens auch ein sogenannter Tandem-Sprung möglich. Dabei springt man, an nur einem Seil befestigt, zusammen von der Plattform. Ein sehr intensives und zugleich intimes Erlebnis, das für nur einen geringen Aufpreis zu haben ist. In jedem Fall also eine interessante Alternative zum sonst üblichen Candle-Light Diner.