Der eigene Reiseführer – Die etwas andere Städtereise

Bald ist es wieder so weit, der Ehemann oder der beste Kumpel hat Geburtstag und eigentlich würde man gerne eine Städtereise mit diesem unternehmen. Wenn das Ganze doch nur nicht so schrecklich gewöhnlich wäre… Kurztrips und Städtereise rangieren schließlich mit ganz oben auf der Liste der am häufigsten verschenkten Geschenke. So gewöhnlich muss ein Städtetrip aber gar nicht sein, schließlich gibt es genügend Möglichkeiten, um diesen kräftig aufzupeppen. Zum Beispiel mit einem selbst gestalteten Reiseführer.

Ein selbst gestalteter Reiseführer? Das klingt nach viel Arbeit. Um ehrlich zu sein ist es das auch, in der Gruppe gerät diese Arbeit aber schnell zum reinsten Vergnügen. Wer einen eigenen Reiseführer erstellen möchte, der speziell auf die Vorlieben und Bedürfnisse des Beschenkten zugeschnitten ist, der hat sich viel Arbeit eingehandelt. Eine Arbeit, die sich aber lohnen und ganz bestimmt für ein unvergessliches Reiseerlebnis sorgen wird.

Schritt 1 – Städtewahl

Wie beginnt man nun das Projekt Reiseführer? Zunächst ist es wichtig sich in der Gruppe auf eine bestimmte Stadt zu einigen. Schließlich ist nicht unbedingt jede Stadt als Reiseziel geeignet. Hier einige Kriterien, auf die man achten sollte:

  • Vorlieben: Hat der Beschenkte irgendwelche bestimmten Vorlieben, was ein Reiseziel angeht? Vielleicht schwärmt er ja schon seit längerem von einer bestimmten Sehenswürdigkeit oder einer bestimmten Stadt? Städte, die das Geburtstagskind bereits besucht hat, sollte man aus der Auswahl ausschließen, schließlich soll das Ganze ja eine Überraschung werden.
  • Interessen: Gibt es bestimmte Interessen oder Vorlieben bei dem Geburtstagskind? Soll die Stadt beispielsweise eher am Meer sein oder in den Bergen? Oder vielleicht an einem Bergsee? Welche Aktivitäten sollen dort ausgeübt werden? Für eine ausgedehnte Museumstour eignen sich bestimmte Städte mit Sicherheit besser als für einen Partyurlaub.
  • Besonderheiten: Gibt es Städte mit speziellen Sehenswürdigkeiten oder Veranstaltungen, die dem Geburtstagskind besonders gut gefallen könnten?

Schritt 2 – Aktivitäten

Hat man sich auf eine bestimmte Stadt geeinigt, kann man zu Schritt 2 übergehen, der Auswahl der Aktivitäten. Es gibt eine Vielzahl von Dingen, die man in einer Stadt unternehmen kann. Im Folgenden einige Anregungen:

  • Museen: Je nach den Interessen des Beschenkten, kann man im Vorfeld einige Museen heraussuchen, die diesem gefallen könnten. Wichtig: Nicht zu viele Museen in den Reiseführer aufnehmen, schließlich soll der Städtetrip vor allem abwechslungsreich werden.
  • Kneipen, Pubs und Restaurants: Zu einem richtigen Städtetrip gehört es natürlich auch das Nachtleben der jeweiligen Stadt kennenzulernen. Am besten sucht man im Vorfeld bereits einige Restaurants, die das Lieblingsessen des Geburtstagskindes servieren, aus und streicht sich den einen oder anderen Pub an. Eine Internetrecherche hilft hier enorm weiter. Besonders die Bewertungen von unabhängigen Usern im Netz können bei der Pubauswahl hilfreich sein.
  • Sehenswürdigkeiten: Natürlich muss ein echter Reiseführer auch Sehenswürdigkeiten nennen. Hier muss man aber nicht zwangsläufig nur die Klassiker heraussuchen, sondern kann durchaus auch Orte und Plätze einfügen, die speziell für das Geburtstagskind von Bedeutung sein könnten. Ist der Beschenkte beispielsweise ein Filmfreak, kann man einen besonderen Film im größten Kino der Stadt heraussuchen und dieses als Sehenswürdigkeit aufnehmen.

Schritt 3 – Die Gestaltung

Hat man eine Reihe von Aktivitäten und Sehenswürdigkeiten herausgesucht, dann hat man den größten Teil der Vorbereitung bereits hinter sich gebracht. Nun gilt es das gesammelte Material noch zu ordnen und hübsch zu gestalten, sodass das Ganze auch wirklich als Reiseführer durchgehen kann. Hier einige Anregungen zur Gestaltung:

  • Texte: Es empfiehlt sich zu den herausgesuchten Sehenswürdigkeiten jeweils einen kurzen Text zu schreiben. Dieser darf ruhig in einem sehr lockeren Stil verfasst werden und das Geburtstagskind direkt ansprechen.
  • Bilder: Kein Reiseführer ist komplett ohne einige schöne Bilder, die den bevorstehenden Trip schmackhaft machen. Besonders gute Bilder findet man natürlich in anderen Reiseführern. Eigens hierfür dutzende Reiseführer zu zerschneiden geht aber schnell ins Geld. Wer sparen will, kann sich auch einfach passende Bilder aus dem Internet auf Fotopapier ausdrucken, das sieht fast genauso schön aus.
  • Zeichnungen: Besonders schön sind auch eigene Zeichnungen oder Karikaturen von bestimmten Orten.
  • Seiten: Die Seiten dürfen auf keinen Fall zu groß werden. Lieber ein kleineres Format wählen und dafür mehr Seiten füllen, schließlich soll der Reiseführer später problemlos mit sich geführt werden können.
  • Binden: Zu guter Letzt muss man den Reiseführer nur noch binden lassen. Das macht man am besten in einem Fotoshop oder in einer Copythek.